Leitbild
Seit 1998 heißt unsere Schule "Graf- Heinrich-Schule"
Der einzige Fürstenberger, der auf dem Schlossberg residierte war Graf-Heinrich VI. Seine Lebensjahre 1416-1496 waren geprägt von drei umwälzenden technischen Innovationen: Die Buchdruckerkunst, die Wiederentdeckung der strategischen Bedeutung des Schießpulvers und die konsequente Anwendung der Magnetnadel im Blick auf die Entdeckung "neuer Kontinente" .
Neben der lebensnotwendigen technischen Neuorientierung, die Graf-Heinrich vor über 500 Jahren für die Bürger Hausachs und des Mittleren Kinzigtals bewirkte, setzte sich der beliebte und kluge Fürstenberger kritisch mit den Werten und Zeichen der neuen Zeit auseinander. Seine Aufmerksamkeit galt dabei in gleicher Weise dem Detail, den Aufgaben vor Ort wie den großen politischen Neuerungen seiner Zeit unter dem dritten deutschen Kaiser, Friedrich III (1439 -1493) aus der Dynastie der Habsburger.
So war Graf-Heinrich als Hauptmann und Ritter der St. Georgsfahne am 19.März 1452 bei den letzten Krönungsfeierlichkeiten eines Deutschen Kaisers in Rom zugegen. In der altehrwürdigen Hausacher Dorfkirche soll über Jahrhunderte die Ablass-Bulle aufbewahrt worden sein, die er aus Rom allen Angehörigen der Grafschaft mitgebracht hatte. Heinrich gewährte damit seinen Hausachern "Ablass von Pein und Schulden und andere Gnaden"
Nach seiner Heimkehr aus Rom sicherte er den Hausacher Schlossberg, seine heile Welt der Kindheitserinnerungen, nach allen Regeln damaliger Festungskunst. Die Burg sollte vor allem der neuen Anwendungsmöglichkeiten des Schießpulvers, den beweglichen Feld - und Belagerungsgeschütze widerstehen. Bei allem Schutz nach außen belebte er das Innenleben der Burg durch das Verlegen neuer Wasserkanäle.
Gerne deuten wir die kräftig schützende Mauer des Schlosses in Verbindung mit dem lebenserhaltenden Element des frischen Wassers in der Burg: Mehr denn je erfordert die Erziehung funktionierende Schutzwälle. Wohltuend hebt sich von der Statik des Schutzes die Symbolkraft frischen Quellwassers ab. Es steht für all die positiven und lebensbejahenden Werthaltungen die eine gediegene Pädagogik auch in vermeintlich wertfreien Zeiten zu vermitteln hat:
Zuwendung, Verständnis, Nachsicht und Kreativität.
Daraus entwickelten wir in langen Gesprächen folgendes Leitbild für unsere Schule :
Unsere Leitideen sind, wie sie dem unsteten Schriftbild der Graphik entnehmen, keine dogmatischen Vorgaben. Sie stehen ständig auf dem Prüfstand der Qualitätssicherung (QZS) und sind damit flexibel, disponibel bei Notwendigkeit und hoffentlich insgesamt innovativ bezüglich der künftigen Entwicklung unserer "Graf-Heinrich-Schule" .
